Bericht aus dem Kulturausschuss vom 04.03.2021

Bericht zu den wesentlichen Punkten:

Bericht:

 

TOP 2 – Verwendung der 130.000 Euro aus den bereitgestellten Mitteln zur Kulturhauptstadtbewerbung N2025

Hier wurde über den Vorschlag der Verwaltung zur Verwendung der 130.000 Euro aus den ehemaligen Mitteln zur Kulturhauptstadtbewerbung N2025 berichtet und dieser dann abgeändert beschlossen. Diese Gelder stehen auch aufgrund eines Antrags der CSU-Fraktion zu den vergangenen Haushaltsberatungen zur Verfügung. Sie werden wie folgt eingesetzt werden:

  1. 50.000,– für Open-Air-Sommerbühnen im Stadtgebiet. Hier legten wir besonderen Wert auf die Herstellung von neuen, zusätzlichen Spielflächen. Wir konnten erreichen, dass der ursprünglich vorgesehene Ansatz von 40.000,– auf 50.000,– erhöht wurde. Neben den unterstützten Künstlern werden hier mehr Bürgerinnen und Bürger profitieren, als bei den weiteren genannten Bereichen, so dass wir hier einen Ausgabenschwerpunkt setzen wollten. Es scheint eine zusätzliche Bühne im Bereich der Uferstadt im Gespräch zu sein, genaueres konnte die Verwaltung nicht berichten.
  2. 15.000,– sollen für Atelierförderung eingesetzt werden. Diese soll aus Mietzuschüssen für Atelierräume bestehen. Nachdem die Vorlage der Verwaltung zu den genauen Vergabekriterien äußerst schwammig war und insbesondere keine „Bedürftigkeit“ definiert wurde, wurde dies von uns moniert. Die Förderung von Ateliers ist grundsätzlich sicher zu begrüßen, sollte aber, wie jede Förderung, an klar definierte und objektive Kriterien geknüpft sein. Der Einwand der Kulturreferentin, dass man eine solche Überprüfung nicht leisten könne und Künstler unbürokratisch fördern möchte, vermag nicht zu überzeugen.
  3. 35.000,– werden für das Projekt „Freiluftgalerie“ zur Verfügung gestellt. Hier sollen Ausstellungen von 20-24 Künstlern im öffentlichen Raum stattfinden. Der Ansatz wurde zugunsten der Open-Air-Bühne von 40.000,– auf 35.000,– reduziert.
  4. 30.000,– stehen für Pop-Up-Läden in der Innenstadt zur Verfügung. Leerstehende Läden in der Innenstadt sollen für Künstlerinnen und Künstler zur Verfügung gestellt werden. Der Ansatz wurde zugunsten der Open-Air-Bühne von 35.000,– auf 30.000,– reduziert.

Insgesamt kann festgehalten werden, dass das Konzept in vielen Punkten noch ungenau und wenig konkret erschien, obwohl der Beschluss hierzu bereits im vergangenen Dezember gefasst wurde. Wir werden daher zu einer der nächsten beiden Sitzungen des Finanz- und Verwaltungsausschusses bezüglich des Sachstands nachfragen.

 

TOP 3 und 4 – Sachstand Freilichtbühne und Fürth – Kultur on Top

Diese Punkte wurden zum wiederholten Mal seitens der Linken thematisiert, obwohl sie eigentlich schon längst geklärt sind: Die Freilichtbühne darf wegen Anwohnerschutz nur an 60 Tagen bespielt werden und steht daher nicht für mehr Veranstaltungen zur Verfügung. Das Parkhaus an der Freiheit gehört nicht der Stadt und scheidet damit ebenso als Veranstaltungsort aus wie der Hof des Kulturforums, da dieser bereits durchgehend verplant ist.

 

TOP 5 – Sachstand Kofferfabrik

Dieser TOP wurde vorgezogen vor TOP 1, da wegen dieses Punktes mehrere Pressevertreter anwesend waren. Einigkeit bestand im Gremium zur Frage, dass für das kulturelle Spektrum der Stadt Fürth das Angebot der Kofferfabrik erhalten werden soll. Es wurde jedoch verdeutlicht, dass einem Eigentümer die wirtschaftliche Nutzung seines Grundstücks nicht verwehrt werden darf. Seitens der Stadt wird man Gespräche führen, unter welchen Bedingungen eine längere Mietnutzung möglich scheint und zudem nach Alternativstandorten suchen. Dieses Vorgehen wurde einstimmig beschlossen. Unserem Antrag (im Übrigen basierend auf einem Vorschlag der Jungen Union Fürth), den Lokschuppen als Alternativstandort zu prüfen, wurde nicht zugestimmt. Die Kulturreferentin möchte erst prüfen, ob der Lokschuppen nicht doch für ein Soziokulturzentrum geeignet ist, Grüne und Linke hatten Sorge, hier könnten die beiden Interessengruppen gegen einander ausgespielt werden.

Dr. Andrea Heilmaier

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